14/02/2026 0 Kommentare
Ewiges Gebet - Ein neuer Anfang in St. Markus
Ewiges Gebet - Ein neuer Anfang in St. Markus
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Ewiges Gebet - Ein neuer Anfang in St. Markus
Traditionellerweise haben wir uns in St. Markus am 3. Fastensonntag - in diesem Jahr der 8. März - am Ewigen Gebet des Erzbistums Berlin beteiligt. Das hieß: ein ganzer Tag Eucharistische Anbetung. Doch Interesse und Beteiligung gingen in den vergangenen Jahren merklich zurück - zuletzt war das Ewige Gebet bei uns nur noch ein fester Termin in der Jahresplanung, von dem niemand mehr so genau wusste, was da eigentlich passieren soll. Wir wagen deshalb einen neuen Anfang.
Die Geschichte
Es gibt Formen von Gebet und Spiritualität, die eine Gemeinde über Jahrzehnte prägen – und die doch irgendwann leiser werden. Eine davon ist das Ewige Gebet: Früher hatte jede Gemeinde im Erzbistum ihren festen Tag, an dem über viele Stunden hinweg vor dem Allerheiligsten - der geweihten Hostie in der Monstranz - gebetet wurde. So entstand – über das Jahr verteilt – ein beständiger „Strom“ der Anbetung, der das ganze Erzbistum geistlich getragen hat. Gebetet wurde in den Anliegen des Erzbistums und der eigenen Gemeinde, vor allem für Einheit und Frieden, für Berufungen und Familien.
Auch bei uns gehörte dieser Tag lange selbstverständlich dazu, ein ganzer Tag Eucharistische Anbetung, Stunde für Stunde, getragen von vielen Menschen und gestaltet von zahlreichen Gemeinde-Gruppen. Mit der Zeit aber wurden es immer weniger, die zu den Gebetsstunden kamen oder die sich an der Gestaltung beteiligten. Und so ist eine gute Tradition, die viel Segen in sich trägt, in den Hintergrund getreten.
Bewusst klein anfangen – aber nicht weniger wirkungsvoll
Genau deshalb lädt der Gemeinderat in diesem Jahr am 3. Fastensonntag, 8. März, zu einem neuen, einfachen Einstieg in die Eucharistische Anbetung ein: direkt im Anschluss an die Heilige Messe um 10.30 Uhr - also ab ca. 11.30 Uhr - halten wir in der Kirche St. Markus eine Eucharistische Anbetung in den besonderen Anliegen des Ewigen Gebets.
Sie ist bewusst kurz gehalten, etwa eine halbe Stunde – nicht, weil die Anliegen klein wären, sondern weil wir als Gemeinde wieder neu hineinfinden möchten in diese Form des Gebetes. Wir wollen gemeinsam still werden, Gott Raum geben, und unsere Bitten vor den Herrn tragen. Die Anbetung endet dann um 12.00 Uhr mit dem Eucharistischen Segen - wie dieser sakramentale Segen „funktioniert“ erklärt ein kurzes Infoblatt, das am 8. März ausliegen wird.
Wofür und vor allem wie beten wir?
Im Mittelpunkt des Gebets steht Jesus Christus selbst, aber Schwerpunkt unseres Betens sind die Anliegen der eigenen Gemeinde und des Erzbistums Berlin: für Menschen, die Unterstützung brauchen, für die Seelsorge, für die Verantwortungsträger, für geistliche Berufungen, für die Familien und Generationen, für Frieden, für Kranke und Verstorbene und für eine Kirche, die mitten in dieser Zeit glaubwürdig und barmherzig bleibt.
Vielleicht bringen Sie ein ganz konkretes Anliegen mit. Vielleicht auch nur eine Unruhe, eine Frage, ein „Ich weiß nicht weiter“. Anbetung heißt nicht, viele Worte zu machen. Anbetung heißt: da sein vor Christus, der in der Eucharistie, in der Hostie, gegenwärtig ist. Ihm dürfen wir uns selbst und das, was uns als einzelne und als Gemeinschaft bewegt, anvertrauen. Anbetung ist nichts, was nur "religiösen Spezialisten" oder spirituell besonders Begabten vorbehalten wäre. Bei der Anbetung muss man nichts tun, aber man darf sich beschenken lassen von Gott, der sich selbst schenkt: Wir dürfen empfangen aus seiner Fülle, Gnade über Gnade (vgl. Joh 1,16).
Die Eucharistische Anbetung ist ein intimer Moment, ein wenig wie eine Liebesbeziehung: wir verbringen ungeteilte Zeit mit Jesus, weil wir ihn lieben und weil er uns liebt. Wir schauen ihn an, er schaut uns an. Wir müssen nicht viel sagen, wir schauen, staunen, hören. Wir dürfen seine Gegenwart spüren, die Vertrautheit zwischen uns darf wachsen.
Nur in der Fastenzeit?
Die Fastenzeit ist eine Zeit der Klärung: Was trägt? Was bleibt? Was muss heilen? Eine kurze Zeit der Anbetung kann wie ein stiller Anker sein – mitten im Tag, mitten im Leben. Man muss nichts „leisten“. Wussten Sie schon, dass auch außerhalb der Fastenzeit die Kirche St. Markus an jedem Donnerstag ab 17.00 Uhr für zwei Stunden zur Anbetung geöffnet ist? Eine feste Gruppe von Menschen, auch aus unseren Nachbargemeinden, nutzt regelmäßig dieses Angebot zur stillen, ganz persönlichen Zeit mit Christus. Man darf einfach kommen und bleiben: ein paar Minuten oder die ganze Zeit.
Herzliche Einladung zum ersten Schritt!
Wir möchten die Eucharistische Anbetung am 8. März als Startpunkt verstehen: vielleicht klein, aber mit Hoffnung. Wenn wir als Gemeinde neu lernen, gemeinsam zu beten und anzubeten, kann daraus wieder mehr wachsen – Schritt für Schritt.

Eucharistische Anbetung
in den Anliegen der Gemeinde und des Erzbistums
am 3. Fastensonntag, 08.03., in St. Markus
im Anschluss an die Hl. Messe (10.30 Uhr)
Dauer: ca. 30 Minuten
Abschluss mit sakramentalem Segen
Pfarrer David Hassenforder
für den Gemeinderat St. Markus
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