27/02/2026 0 Kommentare
EinSegen sollst Du sein
EinSegen sollst Du sein
# geistliche Impulse/Extrablatt MH

EinSegen sollst Du sein
„Sie sind ein wahrer Segen!“ Vielleicht ist das schon einmal zu Ihnen gesagt worden. Es ist ein sehr wertschätzendes Kompliment: „Mit Ihren Worten, mit Ihrer Entscheidung und Ihrem Wirken tun Sie mir gut.“
Echt biblisch gemeint
Im Buch Numeri 6,23–26 lesen wir, wie der HERR zu Mose spricht: „Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“
In diesem „Aaronitischen Segen“ wird Gott zugetraut, dass ER uns beschützt und das Gute für uns will. Der Segen liegt vor allem in der Zuwendung Gottes für den Einzelnen: Der HERR ist mit seinem Angesicht dir zugewandt, ER schaut nicht weg. ER schenkt seine Zuneigung, sein Gut-Sein, was immer sich als Sand im Getriebe verloren hat. Gott ist treu.
Die Zuwendung Gottes zusagen
Wenn wir am Ende eines Gottesdienstes vom Priester gesegnet werden, dann ist es eine großartige Zusage. Wir dürfen dem HERRN vertrauen und seiner beständigen Zuwendung gewiss sein. Manche kommen eigens zum Priester und bitten: „Segnen Sie mich, bitte. Ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung.“
Aber nicht nur ein Bischof oder Priester dürfen segnen. Den Segen Gottes darf jeder und jede anderen zusagen: Ehepartner einander, Eltern ihren Kindern, Freunde oder Mitarbeitende. Wenn sich Menschen verabschieden, kann ein Segenswunsch am Platz sein. Das meinen die Abschiedsworte „Gott behüte dich!“
Ein Segen sollst du sein
Am kommenden Sonntag hören wir in der Lesung: Der HERR fordert Abram auf, aus seinem Land fortzuziehen. ER sagt Abram zu, ihn zu einem großen Volk zu machen und ihn zu segnen. Auch er soll ein Segen sein: Durch ihn sollen die Menschen dieser Erde Segen erlangen (vgl. Genesis 12,1–3). Hier geht es um mehr als Segensworte oder eine Segensformel. Eine Person, mit ihrem Tun und gesamten Verhalten, soll für andere ein Segen sein. Mit ihrer Aufmerksamkeit und Zuwendung, mit ihrer Hilfe oder wie sie zuhört, tut sie gut.
Das lässt die Zuwendung Gottes erahnen. Vielleicht lebt und wirkt dieser Mensch aus dem Glauben: „Weil Gott mir so gut ist, will ich meinen Nächsten guttun. Weil ich mich so vom HERRN gesegnet erlebe und dafür dankbar bin, will ich anderen zum Segen sein.“
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den kommenden Tagen für Ihre Nächsten ein Segen sind und dass Sie erleben, wie andere für Sie ein Segen sind.
Ihr Reinhold Ettel SJ, Wien

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