13/03/2026 0 Kommentare
Wir feiern: 60 Jahre Gemeinde St. Markus
Wir feiern: 60 Jahre Gemeinde St. Markus
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Wir feiern: 60 Jahre Gemeinde St. Markus
Im April und Mai 2026 feiern wir das 60. Gemeindejubiläum von St. Markus mit einem vielseitigen Programm.
Als zu Beginn der 1960er Jahre auf dem Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau ein neues Wohngebiet entstand, wuchs hier nicht nur Beton und Backstein in die Höhe. Tausende Familien fanden eine neue Heimat – und mit ihnen wuchs der Wunsch nach einem geistlichen Mittelpunkt. Wo Menschen sich niederlassen, braucht es auch einen Ort des Glaubens.
Aus Überlegungen und Absprachen zwischen St. Franziskus in Staaken und St. Maria, Hilfe der Christen in Spandau entwickelte sich rasch die Perspektive einer eigenständigen katholischen Gemeinde im Falkenhagener Feld. Mit Zustimmung des Ordinariats wurden die notwendigen Schritte eingeleitet. Ein geeignetes Grundstück am Rand des neuen Wohnviertels war bald gefunden. Der Name stand früh fest: Markus sollte der Patron sein – jener Evangelist, der das Leben Jesu in knapper, klarer Sprache bezeugt.
Mit dem Aufbau der Gemeinde wurde Lorenz Gawol betraut, damals Kaplan in Heilige Familie (Lichterfelde) und vielen noch aus seiner Kaplanszeit in St. Marien vertraut. Er begann ohne große äußere Sicherheiten, aber mit innerer Entschlossenheit. Am 01.04.1966 wurde Gawol zum Kuratus der neu zu errichtenden Gemeinde ernannt, die erste Sonntagsmesse wurde in der evangelischen Jeremia-Gemeinde gefeiert: am 10. April 1966 – damals der Ostersonntag. Auch wenn die Gemeinde als eigenständige Kuratie erst im März 1967 errichtet wurde, gilt diese erste Eucharistiefeier und das Jahr 1966 seitdem als Gründungsdatum von St, Markus.
Die Anfangszeit war schlicht – und zugleich von einer besonderen Aufbruchsstimmung getragen. Sonntags bot die evangelische Kirche Gastfreundschaft, werktags versammelte man sich zeitweise in einer Laube der Kolonie Falkenhorst oder in der Wohnung von Pfr. Gawol im Hainleiteweg. Was fehlte, wurde durch Engagement ersetzt. Man lernte einander kennen, übernahm Verantwortung, brachte Begabungen ein. Alte Spandauer und neu Zugezogene wuchsen allmählich zusammen. Diskussionen gehörten ebenso dazu wie gemeinsames Gebet. Die Gemeinde entstand und wuchs vor allem durch Menschen, die sich einbrachten.

Ein prägendes Element dieser frühen Jahre war die Kirchenmusik. Emil Schubert übernahm den Orgeldienst und rief den Kirchenchor ins Leben, der der bis heute regelmäßig in Gottesdiensten und Konzerten zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen singt. Musik wurde auch durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher zu einer tragenden Säule des Gemeindelebens – nicht als Rahmen, sondern als Ausdruck des Glaubens selbst.
Nach intensiven Verhandlungen konnten schließlich die Grenzen der neuen Pfarrgemeinde festgelegt werden. Schrittweise entstand ein Gemeindezentrum mit entsprechenden Räumen und Wohnungen. 1968 wurde der erste Bauabschnitt feierlich seiner Bestimmung übergeben. Die Gottesdienste fanden nun im eigenen Saal statt. Die Gestaltung des liturgischen Raumes veränderte sich dabei bewusst: Der Altar rückte in die Mitte der versammelten Gemeinde – ein sichtbares Zeichen für die gemeinsame Ausrichtung auf Christus, was sich auch im 1977 fertiggestellten Kirchenraum bis heute so ausdrückt.
Sechzig Jahre nach Gemeindegründung dürfen wir erkennen: Was damals unter einfachsten Bedingungen begann, ist zu einer gefestigten und zugleich lebendigen Gemeinde herangewachsen. Die äußeren Formen und Strukturen haben sich gewandelt, Generationen sind gekommen und gegangen. Doch das Wesentliche bleibt: Menschen versammeln sich, hören Gottes Wort, feiern die Eucharistie und tragen den Glauben in ihren Alltag.
Der Gemeinderat St. Markus lädt Mitglieder, Freunde und Gäste sehr herzlich ein, gemeinsam diesen 60. Geburtstag zu feiern. Höhepunkt wird die festliche Messe mit dem Generalvikar am 26. April um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche sein. Außerdem sind zwei besondere Konzerte geplant, es gibt eine Party mit Musik und Tanz am 1. Mai, ein Requiem für die verstorbenen Akteure der Gemeinde und ein Gedenkbesuch am Grab von Pfr. Gawol sowie eine Jugendaktion. Auch ein kleines Festschrift-Update wird erscheinen.
Alle Infos finden Sie auf den aushängenden Plakaten sowie vor allem auf der Webseite: www.st-johannes-spandau.de/60-jahre-markus
Quellen: Festschriften zum 25. Gemeindejubiläum und zum 50. Gemeindejubiläum

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